
Anwendbares Wissen ist daran erkennbar, dass es weitergegeben werden kann, um praktisch relevant zu werden.
Wir alle kennen den Arzt, der von seinen Patienten nicht verstanden wird, die Biologin, die ihre interessanten Erkenntnisse nicht vermitteln kann und den Finanzanalysten, der sich hinter seinem Zahlenwerk versteckt und die Bedeutung seiner Analysen schuldig bleibt.
Viel Wissen, das an unseren Hochschulen und Schulen erworben und in der Forschung wissenschaftlich weiterentwickelt wird, kann nicht adäquat weitergegeben werden, weil die Wissensträger sich nicht verständlich machen können. Kommunikations- und Präsentationsskills sind in der Berufswelt allerdings ein Erfolgskriterium. Mit E-Learning ersetzen wir nicht die Übung dieser Skills, legen aber den Grundstein dafür, indem wir Bewusstsein schaffen für die notwendigen kommunikativen Prozesse. Verhaltensänderung ist ein emotionaler Prozess, Selbstreflexion kann nicht verordnet werden. Ein E-Learning, das Verhaltensänderung bewirken will, muss selbst mit emotionalen und dramaturgischen Mitteln motivierend wirken. Der Vortragende hat zahlreiche E-Learning Produktionen zum Thema Softskills geleitet und zeigt anhand zweier Lernprogramme ("Kommunikation am Telefon" und "Erfolgreich Präsentieren") wie mit E-Learning Verhaltenstraining gemacht werden kann und wie sich die elektronischen Lernbehelfe mit klassischen Präsenztrainings und der (hoch)schulischen Lehre verbinden lassen.